Daisbacher Grundschüler lernen Erste Hilfe

Nachdem bereits die drei Kindergärten in Waibstadt und Daisbach das Programm des Roten Kreuzes „Ich kann helfen“ erfolgreich absolviert hatten, folgten nun die Grundschüler in Daisbach. Der DRK-Ortsverein Waibstadt hatte anlässlich seines 100jährigen Jubiläums im vergangenen Jahr jeder Einrichtung einen Gutschein über einen Projekttag für die Schulanfänger gesponsert, auch ein Elternabend zum Thema „Notfälle im Kindesalter“ fand in diesem Rahmen statt.
In der heutigen Zeit werden die Kinder immer früher selbstständig und bewegen sich ohne die Begleitung Erwachsener. Das erhöht natürlich auch das Gefahrenpotential, dem sie ausgesetzt sind. Aus dieser Erkenntnis heraus erklärte sich das Waibstädter Rote Kreuz sofort bereit, auch die Kernzeitbetreuung in Daisbach in den Genuss dieses wichtigen Projektes des Jugendrotkreuzes kommen zu lasen.


Während der Ferienbetreuung in den Osterferien unterrichtete zunächst die Koordinatorin für die Schularbeit des DRK Kreisverbandes Rhein-Neckar/ Heidelberg, Frau Manuela Schütz, die Kinder darin, was im Notfall zu tun ist. Mit Playmobil-Figuren wurde ein Fahrrad-Unfall nachgespielt und so die nötigen Maßnahmen veranschaulicht. Erste Priorität bei den Kindern sollte natürlich sein, möglichst schnell einen Erwachsenen zu Hilfe zu holen. Ist dies aber nicht möglich, lernten die teilnehmenden Daisbacher Schüler eigenständig einen Notruf abzusetzen. Dazu wurden gemeinsam die Notrufnummern erarbeitet und mit einem Spiel-Telefon in verschiedenen Rollenspielen das Telefonieren mit der Rettungsleitstelle geübt. Dabei stellte sich heraus, dass einige Kinder nicht in der Lage waren, ihre Straße und Hausnummer zu nennen - sie versprachen Frau Schütz aber, dies baldmöglichst zu lernen!


Im zweiten Teil des Vormittags lernten die Kinder verschiedene Verbandmaterialien kennen und durften ihr Geschick beim sachgerechten Anlegen eines Handverbandes unter Beweis stellen. Um die Angelegenheit möglichst realistisch wirken zu lassen, verpasste Manuela Schütz den Schülern täuschend echt aussehende „Schürf- oder Schnittwunden“ mit Farbe und Filmblut, was den Kindern natürlich riesigen Spaß machte. Zum Abschluss des Tages durften die „Verletzten“ ein Päckchen mit Kinder-Verbandmaterial und eine Urkunde mit nach Hause nehmen.
Ein weiteres Highlight dieser Woche war der Besuch des Rettungswagens an der Schule. Die Kinder konnten das Innere des Fahrzeuges in aller Ruhe erkunden, viele Geräte wurden ihnen von den Mitgliedern der DRK Bereitschaft Waibstadt geduldig erklärt und gezeigt. Wer weiß, vielleicht findet der eine oder andere sogar den Weg in die Jugendrotkreuzgruppe in Waibstadt.
Die Betreuerinnen der Kernzeitbetreuung waren so begeistert, dass sie planen, diese Aktion möglichst jährlich stattfinden zu lassen – denn keiner ist zu klein, um Helfer zu sein!


Manuela Schütz

 

 

Kinder beim Lernen

 
Ersthelfer bei der Arbeit
 
 
 
RA Hans Adam Wellenreuther
 
 

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